Wichtige Versicherungen fĂŒr Lehrlinge: Unfallversicherung

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Willkommen, Dein Berufsleben fĂ€ngt an. Und damit beginnt der Weg in die SelbststĂ€ndigkeit. Weg von den Eltern und dem behĂŒteten Heim. Mit dem Ende der Schulzeit kommt man in einen neuen Lebensabschnitt – die Berufsausbildung. Und da muss man einiges bedenken, was man bisher nicht brauchte. Daher ist es wichtig, sich mit den sinnvollen Absicherungs- und Vorsorgemaßnahmen fĂŒr Auszubildende zu beschĂ€ftigen.

Auch wenn man sich als Berufseinsteiger nicht gerade fĂŒr ein solches Thema interessiert, schließlich ist man ja noch jung und gesund und vollkommen motiviert und dynamisch, kann sich die Frage schnell stellen. Denn je nach dem, was man als Lehrling fĂŒr einen Ausbildungsberuf ausgewĂ€hlt hat, ist man mehr oder weniger großen und vor allem offensichtlichen gesundheitlichen Gefahren wĂ€hrend der Arbeitszeit ausgesetzt. Da ist es egal, ob man einen handwerklichen Beruf erlernt oder einen kaufmĂ€nnischen Beruf im BĂŒro erlernt, UnfĂ€lle können immer und jederzeit passieren.

Aber, was ist, wenn das gerade passiert?

Immer wieder hört man von UnfĂ€llen wĂ€hrend der Arbeitszeit. Viele gehen glimpflich aus, z.B. der Schnitt am Bogen Papier. Aber andere sind schwerwiegend, fĂŒhren zu schweren Verletzungen oder gar zu dauerhaften SchĂ€den.

Aus diesem Grund (und nicht nur aus diesem) wurde im 19. Jahrhundert in Deutschland im Rahmen verschiedenster Sozialgesetze die gesetzliche Unfallversicherung (GUV) ins Leben gerufen. In dieser sind sĂ€mtliche Mitarbeiter, also auch Du als Lehrling, sĂ€mtlicher Unternehmen in Deutschland automatisch versichert. Diese Versicherung erfolgt durch den Arbeitgeber ĂŒber die entsprechende zustĂ€ndige Berufsgenossenschaft. Und das der Arbeitgeber seine Arbeitnehmer – und damit auch die Lehrlinge – in dieser Versicherung versichern muss, trĂ€gt er auch die BeitrĂ€ge. Daher ist fĂŒr viele diese Versicherung vollkommen unbekannt.

Die gesetzliche Unfallversicherung – und hier reden wir nicht ĂŒber die SonderfĂ€lle – schĂŒtzt jedoch den Versicherten nur zu gewissen Zeiten. Der Schutz tritt erst auf dem Weg zur ArbeitsstĂ€tte ab Verlassen seines Wohnhauses ein und endet optimal beim Betreten des eigenen Wohnhauses nach Arbeitsschluss. Also hilft die Versicherung nur bei UnfĂ€llen, die direkt mit der beruflichen TĂ€tigkeit in Verbindung oder in Zusammenhang mit der TĂ€tigkeit und dem Broterwerb stehen. Eine Ausnahme beim Schutz stellt zum Beispiel das Verlassen des Betriebs dar, um bei BĂ€cker gegenĂŒber seine Pausenversorgung zu beschaffen oder der Halt auf dem RĂŒckweg nach Hause im Supermarkt, um etwas fĂŒrs Abendessen zu besorgen – nicht beruflich bedingtes Verlassen der BetriebsstĂ€tte oder das Unterbrechen der Heimfahrt sind „privat VergnĂŒgen“ und im Falle eines Unfalles Sache des Arbeitnehmers.

Die gesetzliche Unfallversicherung ist also nur in der Leistungspflicht, wenn ein Unfall passiert, der in direktem Zusammenhang mit Deiner beruflichen TĂ€tigkeit steht. Dabei unterstĂŒtzt die Unfallversicherung zum einen den Arbeitgeber, um seinen Betrieb und damit die ArbeitsstĂ€tte sicherer zu machen bzw. wenn aufgrund eines betrieblichen Unfalls das Unfallopfer gesundheitlich beeintrĂ€chtigt ist, den entsprechenden Arbeitsplatz umzugestallten.

Das Ziel der Gesetzlichen Unfallversicherung ist definiert durch

  • das Ziel der Vermeidung von UnfĂ€llen,
  • die schnelle und weitestgehende Wiederherstellung der körperlichen Unversehrtheit des Verunfallten sowie
  • gegebenenfalls die Anpassung des Arbeitsplatzes an die körperlichen BeeintrĂ€chtigungen des Verunfallten

Der verunfallte Mitarbeiter erhĂ€lt dagegen Leistungen, damit er möglichst schnell wieder in die berufliche TĂ€tigkeit eingegliedert werden kann. Diese Maßnahmen liegen zum Beispiel in geeigneten Reha-Maßnahmen, Umschulungen, Lebenshilfe. Geldleistungen stehen da eher im Hintergrund.

NatĂŒrlich sind Sachleistungen, wenn Du sie bekommst gut. Jedoch federn sie deine Einkommenseinbußen nicht ab. Zudem bist Du nur etwa ein Drittel des Arbeitstages versichert.

Die restliche Zeit steht man ohne Unfallschutz da!

Was ist im Urlaub, Zu Hause und an Wochenenden? Da passiert nichts, oder?

Folgen aus UnfÀllen in der Freizeit und beim Sport oder wÀhrend der Mittagspause werden durch die Gesetzliche Unfallversicherung nicht getragen.passieren steht man in der Regel ohne gesetzlichen Versicherungsschutz dar.

Unter anderem dafĂŒr gibt’s die private Unfallversicherung. Mit ihr sichert man sich jeden Tag ĂŒber 24 Stunden ab. Es ist dabei egal, wann (morgens, mittags, nachts) und wo (zu Hause, im Skiurlaub in Österreich oder auf der Arbeit oder bei Surfen auf dem Baggersee) der Unfall passiert sowie wer daran die Schuld trĂ€gt. Oder ob gegenĂŒber dem Unfallverursacher auch noch AnsprĂŒche geltend gemacht werden können.

Die private Unfallversicherung zahlt je nach Vereinbarung z.B.  einen bestimmten Betrag, eine Rente, ein  Krankenhaustagegeld. Dazu kommt, dass bei neueren Unfallversicherungen Zusatzleistungen vereinbart werden können, so dass man schnell wieder fit wird und beispielsweise nicht allzu viel Stoff aus der Ausbildung nachgeholt werden muss.

Die Unfallversicherung kann meist durch ein Baukastenprinzip nach den persönlichen BedĂŒrfnissen und WĂŒnschen individuell zusammengestellt werden.

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