Auch Du kannst zum Umweltschutz leicht beitragen

Umweltschutz und insbesondere Klimawandel oder Klimakrise ist derzeit in aller Munde. Ein Thema, dass uns alle angeht und betrifft. Es ist wichtig, dass wir uns alle hinsichtlich des Umwelt- und Klimaschutzes Gedanken machen.

Viele Maßnahmen und AktivitĂ€ten der Politik haben hier voraussichtlich wenig bis gar keinen Effekt. So dass deren Wirksamkeit mehr als zweifelhaft ist. Vor allem, weil man im eigentlichen Sinne gar nicht das Ziel verfolgt, das Klima zu schĂŒtzen, sondern vielmehr auf den Geldbeutel von uns Verbrauchern abzielt. Das einzige Ziel ist, so scheint es, die Kaufkraft weiter zu verringern.

Dabei kann Umweltschutz einfach sein fĂŒr uns Endverbraucher. Auch wenn die Hauptlast eigentlich bei Industrie und Handel liegen mĂŒsste, können wir einiges tun, um die natĂŒrlichen Ressourcen zu schonen und unser Natur, die Umwelt, die Erde und damit unser Leben zu schĂŒtzen und zu erhalten. Dieser Artikel soll hier einige Anregungen geben.

ErnÀhrung

Viele achten auf Bio. Andere essen nur vegan oder sind Vegetarier. Aber das alles hilft nicht dem Klimaschutz.

Warum? Hast Du schon mal nach den HerkunftslÀndern Deiner Nahrung geschaut? Wo kommen die Lebensmittel her? Die Bio-Eier sind aus Holland, die Bio-Gurke aus Marokko, die Tomaten im Bio-Ketchup kommen aus China usw. Die meisten, die wir zu uns nehmen, egal ob frisch oder aus irgendwelchen Industrieproduktionen, haben einen meist recht lange Weg hinter sich, bevor sie bei Dir auf dem Teller landen. Willst Du nachhaltiges Essen zu Dir nehmen, ist es daher sinnvoll, wenn Du auf kurze Lieferwege achtest.

So haben wir zum Beispiel unseren Eierkauf umgestellt: UrsprĂŒnglich beim Lidl gekauft (dort nur Eier aus NL), sind wir auf die Eier von Aldi umgestiegen, da diese aus D stammen. Idealerweise jedoch kaufen wir, sofern wir bei ihm vorbeikommen, diese direkt beim Erzeuger unseres Vertrauens.

Kaufe auch nur saisonales (und regionales) Obst und GemĂŒse. Du brauchst nicht im Winter Spargel oder Erdbeeren zu essen. Die werden um die halbe Welt geschippert / geflogen, bevor Du sie kaufst. Entsprechend rosig sieht die Klimabilanz aus. Versuche zu dem hierauf die Plastikverpackungen zu verzichten. Vieles von dem GemĂŒse oder Obst wĂ€schst oder schĂ€lst Du ja schließlich ohnehin. Also ist das Plastik nicht unbedingt nötig.

Stelle Deinen GetrĂ€nkekonsum um. Wasser aus der Leitung ist nicht nur gĂŒnstiger, oftmals auch viel besser als das in den Flaschen. KohlensĂ€ure ist ohnehin nicht gut fĂŒr den Körper, wird gar nicht aufgenommen. Verzichte auf Plasikflaschen. Insbesondere Einwegflaschen. Kaufe hier nur Mehrweg. Die Produkte sind zwar oft teurer, aber dafĂŒr werden die BehĂ€ltnisse wiederverwendet. Die Einwegflaschen werden geschreddert und unter Energieaufwand zu neuen Produkten umgewandelt.

Kleidung

Mit der Kleidung ist es Ă€hnlich wie mit der Nahrung. Schau hier darauf, von wo sie kommt. Je weiter weg, desto mehr Treibstoff fĂŒr die Transportmittel wurden verbraucht und Abgase in die Luft gepustet. Zu dem stellt sich die Frage, ob die Produktion in den HerkunftslĂ€ndern nicht auch umweltschĂ€dlich erfolgte. Man denke nur an die FĂ€rbereien in Indien oder China, wo die Laugen ungefiltert in den Boden eindringen oder in FlĂŒsse abgelassen werden.

Verzichte auf Kunstfasern. Kunstfaser sind Plastikarten, teils recyclete Einweg.Plastikflschen. Deren Herstellung schĂŒtzt nicht die Umwelt. Dagegen Baumwolle, Leinen etc schon. Es sind natĂŒrliche, also pflanzliche Fasern. Die haben sogar CO2 gebunden!

Ach ĂŒbrigens: Musst Du jeden Modetrend mitmachen? Nur will das oder jenes gerade In ist, gleich losrennen und das kaufen? Verzichte doch einmal auf diesen Konsum und ersetze Klamotten nur dann, wenn unbedingt nötig, weil defekt, verwaschen ausgeleiert oder nicht mehr passend (in der GrĂ¶ĂŸe).
Auch kannst Du Dir ĂŒberlegen ob es immer was Neues sein muss. FrĂŒher haben auch die Geschwister die Klamotten der Ă€lteren aufgetragen, warum schaust Du nicht mal auf Online-Plattfomen oder in Secondhandshops, ob es was gibt, was Dir gefĂ€llt und andere nicht mehr brauchen?

Technik

Es ist zu Mode geworden stĂ€ndig in fast regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden seine Technik und Elektronik auszutauschen und weg zu werfen. Warum? Warum muss es immer das neueste Smartphone sein, der neueste auf der IFA vorgestellte Fernseher? Wieso werden Waschmaschinen getauscht, obwohl noch voll funktionsfĂ€hig? Ja sogar Autos, die erst ein paar Jahre alt sind wurden in Hysterie der Fahrverbote in StĂ€dten auf den Schrott gegeben. Warum?

Nicht nur dass Du Deinen Geldbeutel schonst, diese stĂ€ndigen „technischen Neuerungen“ braucht kein Mensch. Oder wenn, dann nur die wenigsten von uns. Also weiter nutzen, bis es nicht mehr geht, weil defekt. Das verringert die MĂŒllberge, fĂŒhrt ĂŒber weniger Nachfrage zu weniger fĂŒr die Halde produzierter Artikel und zu ausgereifteren Produkten, da der Wirtschaft der MarkteinfĂŒhrungsdruck genommen wird.

Die technischen GerÀte halten oft sehr lange. Daher muss man sie nicht nach 2 Jahren tauschen.

MobilitÀt

Ein schwieriges Thema ist die MobilitÀt. Aber auch hier können wir was tun.

Sich darauf verlassen, dass die Kommunen einen ÖPNV anbieten, der kostengĂŒnstig ist und einen dahin bringt, wann und wo man will, ist zum Scheitern verurteilt. Dass es auf dem Land einen brauchbaren ÖPNV geben wird, ist eine Utopie. Und dennoch können wir etwas tun:

Wie wÀre es mit Fahrgemeinschaften, dem Umsteigen aufs Rad oder gar mal per pedes zur ArbeitsstÀtte, Uni oder Schule gelangen? Nebenbei werden soziale Beziehungen und/oder die Gesundheit gefördert.

Auch mal ĂŒberlegen, ob der Urlaub per Flieger auf die Malediven unbedingt nötig ist, ob man eine Kreuzfahrt unbedingt braucht, oder ob ein Urlaub im Elbsandsteingebirge, im Rheinland oder an Nord- und Ostsee nicht vielleicht auch ganz toll, erholsam, kulturell interessant sein können. Und wenn man dann noch mit der Bahn, dem Bus oder zu mehreren im Auto reist, hilft man dem Klima enorm.

Energie

Gerade bei der Energie wird mit viel Schindluder gearbeitet. Der Begriff regenerative Energie fĂŒr Holz, Wind und Sonne ist dabei besonders irrefĂŒhrend uns dient nur dazu, uns Verbraucher hinters Licht zu fĂŒhren.

Denn „regenerativ“ bedeutet im eigentlichen Wortsinne „sich wieder herstellend“. Energien werden derzeit nicht selbst wieder hergestellt, sondern entstammen aus irgendwelchen Quellen. Am deutlichsten wird es beim Holz. Wenn der Baum gefĂ€llt ist und verbrannt wurde ist die Energie verbraucht. Wie soll die sich wieder nun wieder herstellen? Die Falschverwendung dieses Wortes, da es im Sinne „nicht erschöpfend“, was auch nicht sichergestellt ist, fĂŒhrt lediglich zu einer Beruhigung des Gewissens des einzelnen. Jedoch nicht zur Rettung von Natur und Klima, zumal inzwischen WĂ€lder Windkraftanlagen zum Opfer fallen.

Was also können wir tun, um Energie-Ressourcen zu sparen?

Stromverbrauch

Fahre den Stromverbrauch runter!

Ein Austausch der Leuchtmittel und ElektrogerÀte bringt da gar nichts! Unserer Erfahrung nach, denn wir haben in den letzten 2 Jahren bis auf den Fernseher und den Trockner alle Elektro-HaushaltsgerÀte von der Kaffeemaschine bis zum Staubsauger gegen GerÀte der Energieeffizienzklasse A und besser getauscht. Und sÀmtliche Leuchtmittel (bis auf die im Keller, die weniger genutzt werden) gegen Energiespar-Leuchtmittel ausgewechselt. Der Stromverbrauch ist nicht gesunken, eher gestiegen. Also muss es andere Wege geben, Strom zu sparen.

Unsere VorschlÀge:

  1. Kein Licht in RĂ€umen, die Du nicht nutzt.
  2. GerÀte nicht in den Standby versetzen
  3. Aufs Fernsehen, die Handynutzung, den PC verzichten. (auch wenn DU daraufhin unsere Seite nicht regelmĂ€ĂŸig besuchst)
  4. Verbraucher identifizieren, die man nicht stÀndig braucht und vom Stromnetz nehmen.
  5. Verwendung von Zeitschaltuhren (z.B. bei der Weihnachtsbeleuchtung)

Etc.

Verzichte doch mal auf den Fernseher, nimm ein Buch in die Hand und lese. Du sparst damit einen Energieverbraucher (den Fernseher) ein. In der Regel wirst Du dann auch nicht Dein Handy in die Hand nehmen und so den Akku schonen und das tÀgliche aufladen vermeiden. Damit hast Du schon zweimal Energie gespart.

Gerade diese Aussage mit dem Handy ist wichtig. Beobachte doch einmal den Tagesablauf genau. Was machst Du wann? Sitzt Du abends im beleuchteten Zimmer, hast den Fernseher an, daddelst aber gleichzeitig auf dem Handy? LĂ€sst Du sinnlos die Dunstabzugshaube laufen, obwohl der Topf schon lĂ€ngst vom Herd genommen? LĂ€sst Du die Leuchten (der Dunstabzugshaube) ĂŒber dem Herd brennen, obwohl Du dich in der KĂŒche nicht mehr aufhĂ€ltst? Usw.

Du wirst viele Ansatzpunkte finden, wo Du sinn- und gedankenlos Strom verschwendest.

Im Übrigen: Einsparen des Stromverbrauchs sollte auch Deinen Geldbeutel schonen. Theoretisch. Denn leider ist es so, dass bei weniger Stromverbrauch die Preise fĂŒr alle steigen, da die Erzeugerkosten aufgrund der schlechteren KapazitĂ€tsauslastung steigen.

WĂ€rme

Ist es nicht herrlich, wenn wir im Winter zu Hause sitzen und es ist mollig warm? Dann kuscheln wir uns auf das Sofa, vielleicht noch mit unserer Lieblingskuscheldecke. Haben auch noch eine Warme Schokolade, einen Tee oder etwas anderes warmes in der Hand. Schließlich sind wir Menschen nicht unbedingt fĂŒr die KĂ€lte gemacht.

Jedoch kannst Du auch hier Energie einsparen! Einfach die Heizung runterdrehen. Schon ein Grad weniger spart enorm ein und das merkst Du nicht einmal. RĂ€ume, in denen Du wenig bist, kannst DU nur mit geringer Leistung heizen. Andere brauchst Du vielleicht ĂŒberhaupt nicht zu erwĂ€rmen.

Warum muss das Wohnzimmer auf 25° hochgeheizt werden (empfohlen sind 22°!) wenn Du ohnehin mit Deiner Kuscheldecke auf dem Sofa liegst?

Denken wir an die Aussage von Herrn Timo Sarrazzin vor ein paar Jahren, fĂŒr die er sich einen Shitstorm eingehandelt hat, bei der er vorschlug, dass man zum Sparen von Heizkosten doch einfach einen dicken Pullover anziehen solle. Diese Aussage wird im Zusammenhang des Klimaschutzes wieder aktuell. Zimmertemperaturen von 20° bis 22° reichen vollkommen aus. Und wenn’s Dir zu kalt ist, dann zei halt mal dicke Socken oder statt des T-Shirts ein Sweater an.

Du kannst auch, wenn die Möglichkeit besteht, mal den Holzofen anschĂŒren. Jedoch bedenke, dass Du damit nicht gerade umweltschonend agierst, auch wenn Die das die lieben Politiker und VerkĂ€ufer dieser erklĂ€ren. Holz ist ein fossiler Brennstoff, der genauso Stickoxide, Feinstaub etc beim Verbrennen erzeugt wie diesel, Benzin, Heizöl oder Kohle. Und ehrlich gesagt, glaube ich nicht, dass in den Essen der Haushaltsöfen teure Feinstaubfilteranlagen verbaut sind.

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