5 einfache GrĂŒnde, warum Gold zur Krisenabsicherung vollkommen ungeeignet ist

Gold!

Das gelblich glÀnzende Metall hat schon manchen Run ausgelöst. Menschenmassen sind in die Rockys gezogen, nach Kalifornien oder nach Alaska. Nur in der Hoffnung, auch nur ein Nugget dieses Edelmetalls zu finden. In der Hoffnung Reichtum zu erlangen. Viele fristeten aufgrund der Gier nach dem Klumpen Gold ein elendes Leben in Armut. Keinen Cent reicher, als sie vorher waren. Nur wenigen war ein Leben in Wohlstand und Reichtum vergönnt.

© Stevebidmead / pixabay

Mit der Wirtschaftskrise und dem schwĂ€chelnden Euro ist in letzter Zeit Gold wieder in alle Munde gekommen. Das einstige Metall, welches einmal zum StĂŒtzen von WĂ€hrungen durch Regierungen uns Staatsbanken tonnenweise gekauft und eingelagert wurde, ist mit einem Schlag zum möglichen Notnagel enttĂ€uschter Kleinanleger und Sparer geworden. Dank der Anlagetipps findiger Lobbyisten aus Presse, Bank und Börse – welche sich zur Tarnung Finanz/Wirtschaftsjournalisten, Bank- bzw. Anlageberater oder Broker bzw. Börsenfachmann schimpfen.

Gold soll in der Krise den Besitzer vor einer Inflation schĂŒtzen. Schließlich ist das Metall nur in verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig geringen Mengen verfĂŒgbar, wodurch es seinen Wert erhĂ€lt. Aber das gilt z.B. fĂŒr Platin auch und darauf gibt es jedoch keinen Run.

Jedoch ist Gold in einer Wirtschaftskrise der absolute Verlierer. Die GrĂŒnde im Folgenden.

Gold verzinst sich nicht

Betrachten wir das Metall mal aus Sicht eines Anlegers. Gold ist zur Kapitalanlage vollkommen ungeeignet, da es sich nicht „vermehrt“. Also, wer noch aus der alten „Schule“ stammt wird als Kind noch eingeblĂ€ut bekommen haben, dass Geld Geld bringen muss. Sprich: Wenn man Kapital anlegt, muss nach einer gewissen Zeit mehr Kapital rausspringen.

Dies kann aber bei Golf nicht passieren. Man gibt Geld aus und erhÀlt Goldbarren. Man legt diese in den Tresor und da verstauben sie. Egel wie lange sie dort liegen. Es bleibt die gleiche Anzahl an Barren und das gleiche Gewicht. Es wird nicht mehr und nicht weniger.

Jedoch kann es mehr oder weniger Wert sein. Je nachdem, was einem ein KĂ€ufer fĂŒr den Goldschatz bietet. Ein Preis, der von irgendeinem fiktiven an der Börse gehandelten Preis abhĂ€ngt.

Aber richtig vermehrt, wie es Geld (theoretisch) auf dem Sparbuch macht, macht das Gold nicht.

Gold verliert in der Krise an Kaufkraft

Wenn es zu einer richtigen Krise kommt. Also Hyperinflation, Wirtschaftskollaps und daraus folgende Mangelversorgung, wie zum Beispiel 1929 nach dem Schwarzen Freitag. Dann bringt Gold nicht viel. Denn analog zum Wertverlust unseres Geldes, wird auch Gold an Kaufkraft verlieren. Denn wenn es nur wenig zu kaufen gibt, dann ist es egal, ob man mit zig Millionen wertlosem Geld zahlt oder mit einigen Gramm oder Kilo Gold. Man bekommt das wenige, was noch auf dem Markt existiert, auch nicht mehr oder zu einem besseren Preis.

Das Gold hat heute seinen Wert, jedoch in Krisenzeiten wird es genauso schnell wertlos, wie jede WĂ€hrung.

Gold verliert in einer Wirtschaftskrise an realem Wert

Nicht nur, dass Gold aus Ersatzgeld seine Kaufkraft verlieren wird, sollte es zu einem allgemeinen Wirtschaftszusammenbruchkommen, von dem ja eine zeitlang landauf und landab gesprochen wurde, es verliert auch auf dem Markt (in diesem Fall „Börse“, „Kapitalmarkt“) schnell an Wert.

Schließlich horten die Industriestaaten und SchwellenlĂ€nder zig Millionen Tonnen Gold in ihren Bunkern. Und da die Regierungen und Staatsbanken versuchen werden alles Menschen mögliche zu tun, um die WĂ€hrung vor dem weiteren Verfall zu schĂŒtzen und die Wirtschaft wieder zu Laufen zu bringen wird man diese Massen an Gold auf den Markt werfen, um Kapital in die maroden Staatskassen zu bekommen und Konjunkturprogramme aufsetzen zu können.

Das der Goldmarkt noch ein klassischer Markt ist, auf dem Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen, ist es leicht vorstellbar, was mit dem Goldpreis passieren wird. Da von den potentiellen KĂ€ufern jeder Cent benötigt wird, um sich ein paar Kartoffeln oder ein SchĂ€lchen Reis zu kaufen, gibt es auf dem Goldmarkt kaum KĂ€ufer. Dagegen steht das Überangebot von Staatsgold, was den Goldpreis zum freien Fall bringt.

Gold kann man verlieren

Eine lapidare, an sich blöde Aussage, warum man Gold nicht zur Krisenabsicherung gebrauchen kann. Man kann es verlieren. Ja, genauso wie Geld. Es fĂ€llt einem aus der Tasche, man wird ĂŒberfallen oder es wird bei einem Einbruch gestohlen. Futsch! weg! Schließlich zieht es Begehrlichkeiten auf sich und daher muss man immer mit der Angst leben, dass einem diese „Anlage“ irgendwie abhandenkommt und so nicht seinen Zweck erfĂŒllen kann.

Gold kann man nicht essen

Wenn es in der Krise kaum noch etwas gibt und Lebensmittel knapp werden, wovon ernĂ€hrt man sich? Denn wenn nichts groß angeboten wird kann man nichts kaufen.

WĂ€hrend man das wertlose Geld vielleicht noch dazu verwenden kann, seinen Ofen (sofern man einen hat) anzuschĂŒren, kann man mit Gold nichts machen. Es brennt nicht. Es wĂ€rmt nicht. Es lĂ€sst sich nicht essen.

Wer auf Gold als Vermögensschutz setzt, setzt daher auf ein totes Pferd (nur leider könnte man von dem wenigstens noch das Fleisch essen)

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